Mit 28 Stimmen (anwesend waren 29 Ratsmitglieder) wurde René Friedrich an der ersten Einwohnerratssitzung nach den Sommerferien zum neuen Präsidenten des Parlaments gewählt. In seiner Antrittsrede erwähnte er den Aufbruch, der in Ebikon zu sehen und zu spüren ist, angefeuert vom neuen Bau- und Zonenreglement, dem neuen, transparenten politischen System, von wichtigen Bau- und Infrastrukturprojekten wie dem Schulhaus Höfli, der anstehenden Erneuerung und Erweiterung des Hauses Höchweid und dem geplanten Ausbau des Ebikoner Bahnhofes mit besseren Zugsverbindungen. «Nun gilt es, diese Aufbruchsstimmung aufzunehmen und in eine gesunde Entwicklung zu überführen. Und gerade hier stehen wir als Einwohnerrat besonders in der Verantwortung!», betonte Friedrich. In seinem Präsidialjahr wünscht er sich, dass die Aufbruchsstimmung ebenso im Einwohnerrat spürbar wird und nicht beispielsweise bei jedem zweiten Votum Worte fallen wie «Aber dafür haben wir kein Geld!». Seiner Ansicht nach seien knappe Mittel manchmal auch eine Chance, einen pragmatischen Weg zu wählen. «Ich bin überzeugt, wenn vorinvestiert wird, kommt später oft mehr wieder zurück», führte René Friedrich aus. Er bat ebenso darum, den Blick auf das Potential der Gemeinde mit seinen vielen gemeindeeigenen Arealen zu richten, und nicht nur die zweifelsohne vorhandenen Herausforderungen bzw. Probleme zu verwalten. Friedrich vertritt überzeugt die Meinung, dass mit Kreativität Lösungen gefunden werden können. «In dem Sinne wünsche ich uns allen ein lösungsorientiertes und konstruktives Jahr, wobei das Debattieren durchaus auch Freude machen soll. Und wenn in dem einen oder anderen Voten eine Prise Humor mitschwingt, ist das durchaus auch erwünscht», schloss der neue «höchste Äbiker» seine Rede.
Seit über 30 Jahren politisch aktiv
Die politische Laufbahn von René Friedrich begann schon in den 1990er Jahren als Mitglied der FDP Ebikon, wo er sich immer wieder mit unterschiedlichen Themen einbrachte. 1999 wurde er vom Gemeinderat in die Baukommission zum Neubau des Gemeindehauses gewählt, und von 2009 bis 2016 war Friedrich Mitglied der Planungs-, Umwelt- und Energiekommission (PUEK) sowie von 2013 bis 2024 der Controlling-Kommission. Im Frühling 2024 erzielte er bei den Einwohnerrats-Wahlen das beste Resultat auf der Liste der FDP Ebikon. Die Legislaturperiode im Parlament startete René Friedrich als Mitglied der Umwelt- und Baukommission (UBK) und Vorsitzender der FDP/-GLP-Fraktion. Letzterer gab er nach der Wahl als Vizepräsident des Einwohnerrates vor einem Jahr ab.
René Friedrich leitete überdies 18 Jahre als Präsident die FDP Ebikon und konnte während dieser Zeit die Zahl der aktiven Mitglieder steigern, was sich auch bei der Suche von Kandidierenden für den Einwohnerrat bezahlt gemacht hat.
Nur Notwendiges reglementieren
In den Jahren 2006, 2014 und 2020 gehörte René Friedrich zu jenen Mitinitianten, die sich an vorderster Front für die Einführung des Einwohnerrates stark machten. Als Mitglied der PUEK und später der UBK trat er zudem dafür ein, dass nur das reglementiert wird, was unbedingt notwendig ist so beispielsweise bei der Erarbeitung der neuen Gemeindeordnung, des neuen Bau- und Zonenreglements oder bei der Einführung der Parkplatzreglemente. Ein Projekt, das René Friedrich während seiner bisherigen politischen Laufbahn ebenfalls begleitete, war die «starke Stadtregion» (mögliche Fusion der Stadt Luzern mit umliegenden Agglomerationsgemeinden) vor fünfzehn Jahren. Bei diesem stand er klar für die Selbständigkeit der Gemeinde Ebikon ein und sagt heute: «An dieser Haltung hat sich nichts geändert.»
Verabschiedung und Vereidigung
An der Einwohnerratssitzung vom 1. September 2026 wurde FDP-Mitglied Enrico Pfyffer, der aus Ebikon wegzieht, verabschiedet und sein Engagement verdankt. Das Parlament wählte seine Nachfolgerin Sue Dittli nach ihrer Vereidigung als neues Mitglied der Umwelt- und Baukommission (UBK).
Gratulation
Die FDP Ebikon gratuliert René Friedrich zu seiner glanzvollen Wahl als «höchster Äbiker» und wünscht ihm für die kommenden zwölf Monate zahlreiche spannende Begegnungen und interessante, bereichernde Gespräche.